Zuletzt aktualisiert am: 20.07.2010
Warum wir nicht noch einmal mit Helma bauen würden:
Helma kann gute Häuser bauen - doch das steht und fällt je nach Region, verantwortlichem Bauleiter, beteiligten Handwerkern, und diversen anderen Dingen.
Update 17.02.2010:
auch wegen fehlender Kulanz würden wir es mit Helma nicht noch einmal wagen ein Haus zu bauen. Vor allem die in Details schlechte Anfangsberatung, die uns zusätzliche €5000,- gekostet hat und die Geschichte mit dem abgesackten Gerüst haben uns extrem geärgert. Siehe Berichte hier und hier.
Unser Hausbau hat mehr oder weniger glatt geklappt. Doch: wir schreiben das nicht Helma gut, sondern ausschließlich unserem Bauleiter, der leider nach Fertigstellung unseres Hauses die Firma Helma verlassen hat.
Das Musterhaus Wuppertal, in welchem unsere Bauleitung ansässig war, wird nun keine Bauleitung mehr beherbergen. Das bedeutet: alle zukünftigen Projekte werden aus der Helma Zweigstelle in Kaarst geleitet. Das wieder bedeutet: einige wenige Bauleiter, die mehr im Auto in NRW unterwegs sein werden um all ihre Baustellen zumindest ab und zu einmal abzufahren, als dass sie sich um die Leitung eines Hausbaus vernünftig kümmern können.
Ich habe es mehrfach in meinen Berichten hier erwähnt: Helma ist eine AG. Eine AG ist an Profit, an Gewinnoptimierung interessiert. Erst dann kommt Kundenzufriedenheit. "Wir bauen für Ihr Leben gern" ist ein Helma Werbeslogan - mehr nicht! Würden wir noch einmal bauen, wir würden Helma nicht erneut wählen. Das ist die Quintessenz aus unseren Erfahrungen, die wir mit Helma gemacht haben kombiniert mit den Dingen, die sich aus vielen Gesprächen, mit vielen direkt und indirekt Beteiligten ergeben haben.
Viele andere Helma Bauherren haben sich in den letzten Monaten bei mir gemeldet - einige mit wahren Horrorgeschichten, andere mit guten Erfahrungen. Sicher ist es immer so, dass enttäuschte Bauherren schneller andere Bauherren kontaktieren, um 'gleichgesinnte' zu finden. Insofern waren es wohl wirklich eher die 'Helma-Geplagten', die mir Emails schrieben, oder die auch anriefen. Was ich da berichtet bekam waren wirklich zum Teil katastrophale Geschichten. Wir allerdings hatten Glück: unser Haus ist gut gelungen, mit wenigen kleineren Mängeln.
Eine Auflistung aller unserer guten und schlechten Erfahrungen mit Helma
Unsere guten Erfahrungen mit Helma:
- Sehr gute fachliche Beratung durch die Bauleitung
- Die Bauleitung ist bemüht unsere Wünsche, die während der Bauphase aufkamen, für uns finanzierbar umzusetzen
- Die Bauleitung steht auch für Fragen bezüglich des Baus, die über die Leistungen Helmas hinausgehen, zur Verfügung. Das weiß ich sehr zu schätzen und bin froh, dass wir an unseren Bauleiter geraten sind, auch wenn er total überarbeitet ist, was natürlich gewisse Nachteile mit sich bringt - leider hat unser Bauleiter die Firma Helma verlassen - schade, denn er gehörte zu den besten!
- Objektiv gute Qualität jedes Gewerkes in jederlei Hinsicht (soweit wir das bisher beurteilen können), was auch unser Sachverständiger bisher bescheinigen konnte
Unsere schlechten Erfahrungen mit Helma:
- Helma ist eine AG - das heißt: zu allererst ist man an Profit interessiert, dann am Glück des Bauherren - das beides oft nicht vereinbar ist, liegt auf der Hand
- Helma-Bauleitung ist überlastet
- Helma-Planungsabteilung ist überlastet
- Im Detail schlechte Helma-Anfangsberatung, da Auflagen des Bebauungsplanes nicht umgesetzt wurden. Hier kamen erhebliche Zusatzkosten von mindestens €5.000 auf uns zu. Auch die Planungsabteilung studierte den Textteil des Bebauungsplanes erst nachdem die Baubehörde die fehlende Umsetzung von Auflagen bemängelte
- Schlechte Kommunikation zwischen dem Bauherren und Helma in der Phase zwischen Baugenehmigung und Baubeginn
- Lange Wartezeit auf den Baubeginn nachdem der Bauantrag genehmigt war
- Lange Dauer der Auftragsvergabe der einzelnen Gewerke
- Man selbst muß sich um Informationen bemühen. Kümmert man sich nicht, erfährt man auch nichts, oder nur sehr wenig
- Schlechte Kommunikation zwischen der Rohbau-Firma und Helma, da der Bauherr Samstags um Verfüllung der Baugrube gebeten wurde, damit Montags weitergearbeitet werden kann. Dadurch viel Ärger und extra Unkosten wegen später abgesacktem Gerüst, die Helma nicht bereit war zu tragen. Samstags war die Bauleitung nicht zu erreichen - verständlich, auch die Bauleitung braucht freie Tage! Deshalb ist diese Geschichte aber trotzdem schlecht gelaufen
- Ständig sich nach hinten verschiebene Termine für die Ausführung der einzelnen Gewerke. So gut wie kein Gewerk ist pünktlich erstellt worden. Kein Handwerker hat bisher auch wirklich an dem Tag mit seiner Arbeit angefangen, an dem er anfangen sollte. Festgelegte Termine werden desöfteren von heute auf morgen verschoben, oder ohne jede Nachricht einfach nicht eingehalten
- Durch den schlechten Bauablauf ist es extrem schwierig Termine mit Handwerkern zu machen, die Arbeiten erledigen sollen welche vom Stand des Baus abhängig sind. So soll unser Tiefbauer grobe Arbeiten hinter dem Haus durchführen und einige Winkelsteine stellen. Diese Arbeiten stehen seit mehreren Wochen an, können aber wegen des Gerüstes am Haus nicht erledigt werden. Und das Gerüst ums Haus steht und steht, da Hausdämmung und der Putz auf sich warten lassen
- Das Garagenfundament wurde vergessen zu erstellen, obwohl der Bauherr mindestens 3 Mal darauf hinwies. Auch eine entsprechende Email an die den Rohbau erstellende Firma half nichts. Einige Wochen nachdem die Grube verfüllt war wies der Bauherr nocheinmal auf das fehlende Garagenfundament hin: dann wurde bemerkt, dass man da etwas vergessen hatte. Jetzt muss die Grube wieder geöffnet werden, und zwar bis auf gewachsenen Boden - das geht aber erst wenn das Gerüst wieder abgebaut ist. Das ist äußerst schlecht gelaufen! Dadurch wurde viel Zeit verschenkt was die mögliche Bestellung und Lieferung der Garage betrifft
- Manchmal schlechte Kommunikation auf schriftlichem Wege. Nur schriftliche Aussagen lassen sich später irgendwie verwerten. Alles, was man am Telefon bespricht, kann man im Zweifelsfall nicht nachweisen
- Die einzelnen Gewerke werden teilweise von Firmen aus erheblicher Entfernung erstellt. Der Nachteil ist hier, dass wir z.B. bei der Richtung des Gerüstes nach Absackung durch Starkregen hohe Fahrtkosten zahlen mussten für eine Firma, die aus 70km Entfernung anfahren muss. Warum wird z.B. für den Gerüstbau kein örtliches Unternehmen gewählt?
- Die Mängelbeseitigung nach Hausübergabe gestaltet sich extrem schleppend. 6 Wochen nach Hausübergabe sind erst 50% der Mängel beseitigt. Unsere Bauleitung hat die Firma Helma 'verlassen' - nun liegt die Bauleitung im mehr als 100km entfernten Kaarst. Das ist nicht hilfreich!
Eine Auflistung aller sonstigen guten und schlechten Erfahrungen
Unsere guten Erfahrungen ganz allgemein:
- Das Bodengutachten für unser Grundstück hat sehr gut und sehr preisgünstig die Firma igb Gey + John GbR in Münster gemacht. Ich habe viele Vergleichsangebote eingeholt, die zum Teil mehr als €1.500 im Preis auseinander lagen. Wohlgemerkt für mehr oder weniger die gleiche Leistung. Einen Bodengutachter findet man hier
- Unser Tiefbauer, die Firma Salaw, hat immer gute Arbeit geleistet. Schnell, zuverlässig und hilfreich. Herr Salaw war immer umgehend zur Stelle, wenn es um Besprechungen anstehender Arbeiten ging. Hat alles bestens geklappt (mit Ausnahme der zu nahe ans Haus gelegten Entwässerungsrohre). Das wurde aber umgehend behoben
- Gute, kompetente und freundliche Bauberatung der Stadt Holzwickede. Hier wird einem immer geholfen
- Die Elektroinstallationsfirma Held + Krämer aus Remscheid hat gut und relativ zügig gearbeitet. Freundliche Mitarbeiter und ein freundlicher Chef
Unsere schlechten Erfahrungen ganz allgemein:
- Das Warten auf die Baugenehmigung - man fragt sich, was da 8 Wochen lang an einem Bauantrag gearbeitet wird. Natürlich wurden berechtigte Nachforderungen gestellt, aber insgesamt hätte die Genehmigung doch schneller laufen können. Man sollte in Deutschland froh sein, dass gebaut wird, und schnell dafür sorgen, dass auch gebaut werden kann. Meine Meinung...
- Die Sache mit der Flugaufsicht (siehe hier). Hätten wir für unseren Bau einen Baukran benötigt, dann hätte auch der genehmigt werden müssen. Hallo? Unser Grundstück liegt nicht in der Einflugschneise des Flughafens Dortmund, sondern mehrere Kilometer von dieser entgegengesetzer Richtung entfernt. Und sollte ein Flugzeug in Höhe eines Baukrans vorbeikommen, dann ist's eh zu spät, denn die umliegenden Bäume sind ebenso hoch wie ein eventueller Baukran. Wie bereits erwähnt war die Flugaufsicht bei der Erstellung des Bebauungsplanes beteiligt - also bestens vorab darüber informiert was auf unserem Grundstück gebaut wird, bzw. gebaut werden darf
- Als extrem unzuverlässig ist uns die Firma ProCasa aufgefallen, die unseren Außenputz erstellt. Mehrfach wurde Termineinhaltung versprochen und wissendlich nicht eingehalten. Man fühlt sich für dumm verkauft wenn einem an mehreren Tagen hintereinander gesagt wird, dass Arbeiter zu unserem Haus unterwegs seien, dann aber an keinem der Tage dort gearbeitet wurde. Dadurch verzögerter Gerüstabbau, verzögerte Folgearbeiten, und ein Außenputz, der im Hau-Ruck Verfahren angebracht wurde. Die Unzuverlässigkeit setzte sich leider ins Jahr 2010 fort als es um Mängelbeseitigung ging
- Ebenfalls sehr unzuverlässig war die Sanitär Installations Firma Simon aus Hagen. Mehrere nicht unerhebliche Verzögerungen angeblich wegen Lieferschwierigkeiten. Dadurch verspätete Aufheizphase des Hauses. Auch die Kommunikation war schlecht. Leicht gereizte Mitarbeiter der Firma - man hatte ständig das Gefühl auf schlecht gelaunte Arbeiter zu treffen, was die ganze Sache sicherlich nicht einfacher macht, vorallem bei den durch die Firma selbst verursachten Probleme und Verzögerungen. Auch nach Abschluß der Arbeiten immer wieder kleinere Querelen...